Atlaskröte
Barbarophyne (Bufo) brongersmai
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Die Atlaskröte ist eine kleine Kröte aus der Familie der Bufonidae und heute die einzige Art ihrer Gattung Barbarophryne brongersmai. Bis vor kurzem wurde sie noch unter der Sammelgattung Bufo geführt. Dies Kröte ist in den trockenen bis halbtrockenen Regionen Nordwestafrikas verbreitet. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Marokko und reicht von den südlichen Landesteilen bis in die westliche Sahara. Außerdem kommt die Art im Hohen Atlas vor. Neuere Nachweise bestätigen auch Vorkommen im nordwestlichen Algerien. Die Tiere besiedeln dabei unterschiedliche Lebensräume von trockenen Ebenen und Buschlandschaften bis zu felsigen Regionen und Gebirgslagen. Mit einer Körperlänge von etwa 5 cm bleibt B. brongersmai relativ klein. Der Körper wirkt etwas langestreckt, die Haut deutlich warzig und die Hinterbeine sind kräftig entwickelt. Die Färbung ist überwiegend, beige oder graubraun und trägt ein grünliches Fleckenmuster. Damit sieht sie der Wechselkröte zum Verwechseln ähnlich. Daher wurde sie auch erst 1972 als eigene Art erkannt. Die Art ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Während der trockenen und heißen Tageszeit hält sie sich in geschützten Verstecken auf und wird bei geeigneten Temperaturen aktiv. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten, Spinnen, Würmer und andere kleine Wirbellose. Wie viele Bewohner arider Regionen kann die Kröte längere trockene Perioden überstehen und nutzt günstige Wetterbedingungen besonders intensiv. Die Fortpflanzung ist eng an die Niederschläge gebunden. Nach stärkeren Regenfällen erscheinen die Tiere an geeigneten Wasserstellen, wo die Paarung stattfindet und die Weibchen ihre Eier ins Wasser abgeben. Die Larven entwickeln sich anschließend in den meist nur zeitweise vorhandenen Gewässern. Dadurch kann sich der Fortpflanzungszyklus vergleichsweise schnell vollziehen, bevor die kleinen Wasseransammlungen wieder austrocknen. Für die Haltung im Terrarium eignet sich ein trocken bis mäßig feucht gehaltenes Wüstenterrarium. Der Bodengrund sollte aus einem grabfähigen Gemisch aus Sand und Erde bestehen und mit Steinen, Kork, Wurzeln und weiteren Versteckmöglichkeiten strukturiert werden. Wichtig ist ein geschützter Rückzugsort, an dem sich die Tiere tagsüber vor Licht und Wärme zurückziehen können. Temperaturen von etwa 24–28 °C am Tag mit einer deutlichen nächtlichen Abkühlung sind geeignet. Eine flache Wasserschale sollte stets vorhanden sein. Nachahmung der natürlichen Regenperiode durch gelegentlich stärkeres Sprühen kann die Aktivität fördern. Gefüttert werden verschiedene geeignete Wirbellose wie Grillen, Heimchen, Schaben und Würmer, die regelmäßig mit Mineralstoffen und Vitaminen ergänzt werden sollten. Diese Kröte ist ein dankbarer Pflegling und die Nachzucht dieser Tiere ist schon mehrfach gelungen. Auch für Anfänger geeignet.